Schlussakkord bei Wine & Dine 2023 am 12. Mai mit Elena Walch, Südtirol
Das Weingut Elena Walch aus Südtirol ist der Schlussakkord der diesjährigen Wein-Eventreihe findet am 12. Mai 23 statt.
Das Weingut Elena Walch aus Südtirol ist der Schlussakkord der diesjährigen Wein-Eventreihe findet am 12. Mai 23 statt.
“Wine & Dine” ist die Event-Serie des Hotels Gut Ising am Chiemsee. Zu einem erlesenen 4-Gang-Menü werden die hochwertigen Weine eines ausgewählten Winzers kombiniert. Bei den nächsten drei Veranstaltungen geht es um Wein aus Klostergärten, die politische Bedeutung von Champagner und Frauen-Power im Weinberg.
Mein Weg zum Riesling war nicht einfach und die Reise dauert noch an. Rieslingwein hat mich oft überfordert, weil er so viele Ausprägungen hat, ich mich nicht auskannte und daher oft einen erwischte, der mir nicht so schmeckte. In meinen Zwanzigern war ich daher eine Chardonnay-Trinkerin, da konnte auch beim offenen Wen nicht so viel schiefgehen. Die Augen geöffnet hat mir erst ein italienisch-sprachiger Weingenießer in der Vinothek im Paradeis in Magreid, Südtirol. Eine Freundin und ich probierten gerade den Riesling von Alois Lageder und der Italiener schimpfte mit uns, weil wir in Deutschland so ideale Böden und klimatische Bedingungen für diesen Wein haben wie nirgendwo sonst auf der Welt, aber nach Italien fahren, um dort angebauten Riesling zu verkosten. Das brachte mich ins Grübeln und ich fing an, mich auch in Deutschland mit mehr Mut durch verschiedene Rieslinge zu probieren.
Für Riesling-Neuentdecker können diese Fakten rund um die Rebsorte nützlich sein:
Hier habe ich unseren Autor Toni um Rat gefragt, da er in seinem Weinladen über viele Jahre Kunden beraten hat und selbst auf eine jahrzehntelange Verkostungserfahrung zurückblicken kann. Toni riet mir Folgendes: Mach dir einen Plan („einen Plan“!). Das hat er tatsächlich so gesagt und ich verstand dann auch warum.
1. Nach Anbaugebieten vorgehen – die wichtigsten siehe oben.
2. Aus den ausgewählten Regionen jeweils mit den einfachen Qualitäten (Qualitätsweine/Kabinett – Rieslinge) des aktuellen Jahrgangs beginnen: in der gesamten Bandbreite von staubtrocken bis süß. Ich sortiere dann nach: Was hat geschmeckt, was hat weniger überzeugt.
3. Der nächste Schritt bringt mich zu den höheren Qualitätsstufen, also 2- 3 Jahre alte Rieslinge in Spätlesequalität von den Winzern und Regionen, die mir geschmeckt haben.
4. Erst wenn sich nach den Schritten 2 und 3 das Geschmacksbild und möglicherweise die bevorzugte Region verfestigt hat, empfahl er mir, die Großen Gewächse (also, die Weine aus Großen Lagen) zu verkosten. Hilft Geld zu sparen, da diese auch preislich recht anspruchsvoll sind.
Und hier noch ein Tipp zum Verkosten in Gesellschaft: Manche Weinliebhaber riechen im Riesling sogenannte „Petrolnoten“. Das soll so ein Duft nach Mopedabgasen sein, der in gereiften Rieslingen vorkommen kann. Ganz ehrlich: ich konnte das noch nie erschnuppern (Gott sei Dank!) und es sollte sich niemand schlecht fühlen, der es ebenfalls nicht riechen kann, auch wenn der ganze Tisch anderer Meinung ist. Ein guter Wein ist ein Wein, der einem gut schmeckt, egal was die anderen sagen!
Riesling ist für mich weiter eine Reise, auf der die Ankunft noch nicht in Sicht ist – einfach weil die Auswahl so groß ist und sich jedes Weinjahr nochmal verändert. Deshalb denke ich ernsthaft darüber nach, meinem Riesling-Trinken mehr Struktur zu geben und einen Plan zu machen – wie von Toni vorgeschlagen. Wann ich dazu komme, diesen Plan runter zu pinnen, weiß ich aber noch nicht und bis dahin mache ich es einfach wie bisher: ich probiere, kaufe dann, schreibe mir auf ob ich das nochmal kaufe und – das Wichtigste – GENIESSE!
Im „Wein Gschaftler“ nimmt sich Harry G Weintrinker vor, die ihr Wissen zur Schau stellen. Gekonnt karikiert er, wie Weine verkostet werden und sich die selbst ernannten Weinexperten verhalten, wenn sie die Weinkarte lesen und Empfehlungen des Kellners in den Wind schlagen.
Weinland Franken „Folge dem Main und du findest guten Wein“, so könnte die Kurzbeschreibung des Weinbaugebietes Franken lauten. Beginnen wir unsere Reise durchs Weinland Franken in Alzenau, nördlich von Aschaffenburg, und folgen dem Main flussaufwärts über Miltenberg, Wertheim nach Lohr am Main. Mit diesen Eckpunkten…
Die ersten Weine von Seppi habe ich im Wohnzimmer der Familie verkostet und die Kisten wurden im „normalen“ Keller und der Garage zusammengepackt. Auch wenn schon seit Generationen in der Familie Seppi Weinbau betrieben wird, so kellert der Winzer Werner Seppi erst seit 2016 einen Teil der Trauben selber ein und vermarktet und verkauft die Weine in Eigenregie, mit Unterstützung der ganzen Familie aus dem Privathaus heraus. Bis dahin war die Ernte an befreundete Weingüter und Winzergenossenschaften geliefert worden. Erst seit dem Frühjahr 2022 werden die Weine in der hauseigenen, neu gebauten Vinothek gleich neben dem Wohnhaus über dem ebenfalls neu gebautem Weinkeller präsentiert und verkauft.
Das WeinGut Seppi bewirtschaftet seine Weinberge seit 2005 nach den biologisch-dynamischen Richtlinien. Diese Arbeitsweise bedeutet sanften Rebschnitt, Bodenbearbeitung und Einsaaten, Einsatz von Tees und biodynamischen Präparaten zur Pflanzenstärkung und selbstverständlich viel Handarbeit. So geht Werner Seppi mit Stirnlampe nachts in den Weinberg und zupft die Schädlinge von seinen Trauben, statt tagsüber mit Insektiziden zu übersprühen. Das Weingut ist EU-Bio-zertifiziert und unterzieht sich regelmäßigen Kontrollen des Demeter-Verbandes.
Werner Seppi verarbeitet Südtiroler Weißen Burgunder, Gewürztraminer, Sauvignon, Vernatsch und Cabernet Franc zu reinsortigen Weinen. Er setzt auf die Spontangärung mit traubeneigenen Hefen im Holzfass, die Weißweine bleiben danach 8 Monate auf der Feinhefe im großen Holzfass. Auch der Vernatsch für die Kalterer See Auslese wird 8 Monate im Holzfass ausgebaut, nur der Cabernet Franc bleibt 20 Monate im Holzfass und reift danach noch 9 Monate in der Flasche.
„Setaria“, der Name des Weißen Burgunders von Seppi, leitet sich von der Einzellage Panigl ab, die im 13. Jahrhundert erstmals Erwähnung in der Dorfgeschichte von Kaltern findet. Die Namensgebung deutet auf die Verwendung als Hirseacker hin und vermutlich wurde dort Borstenhirse (lateinisch: setaria) angebaut. Der Name ist daher Referenz und Ehrerbietung an die frühere Nutzung. Analog trägt der Gewürztraminer aus der gleichen Einzellage den Namen „Panicum“ (lateinisch für Hirse).
Der Sauvignon „Preyda“ bezieht sich auf seine Einzellage Prey am Fuß des Mendelgebirges, ein vermutlich aus dem Langobardischen stammendes Wort für „verpachtetes Landgut“. Die Kalterer See Auslese „Pelagium“ (lateinisch für „zum See gehörend“) bezeichnet die Vernatsch-Einzellage am Kalterer See und der Cabernet Franc „Lerian“ ist das lateinische Wort für „der Gesunde, der Starke“. Die Seppis verbinden damit auch die Namen ihrer beiden Kinder Lea und Florian.
Alle Seppi-Weine sind eine ganz besondere Gaumenfreude und ich gönne sie mir nur zu speziellen Anlässen wie Urlaubs-Sehnsucht, Heimweh nach Südtirol oder einem Abendessen mit engen Freunden. Der Weiße Burgunder findet den Weg in mein Weinglas aber doch etwas öfter als die anderen Seppi-Weine. Das liegt zum einen daran, dass ein Glas Weißburgunder für mich einfach der Inbegriff von unkompliziertem Weingenuss in Südtirol ist. Und zum anderen ist der Setaria einfach ein Verführer: 13,5 % Alkohol, je nach Jahrgang um die 2-2,5 g Restzucker und meist 6,1 g Säure, besticht er in der Nase durch Zitrus- aber auch grüne, kräuterige und nussige Noten. Im Mund ist er saftig, weich und fruchtig, mit leichter Salzigkeit und Mineralik.
Beim Bio-WeinGut Seppi verbindet sich das Winzer-Wissen vieler Generationen mit dem tiefen und aufrichtigen Verständnis, dass herausragende Weine, die Freude machen, nur im Einklang mit der Natur gelingen können.
Es ist 8 Uhr morgens und die ersten Teilnehmer trudeln ein. Die Location – wie es heutzutage heißt – ist ein bekanntes Gut östlich von München. Einige Teilnehmer kommen von weit her, sogar aus „Bayrisch-Sibirien“, wie die Oberbayern gerne den Bayrischen Wald benennen. Es muss…
Wine&Dine ist die Eventserie für Weinfreunde des Gourmetrestaurants Usinga auf Gut Ising im Chiemgau. Hochwertige Weine verschiedener Winzer werden zu einem 4-Gang Menü abgestimmt.
Ich habe Freunde eingeladen, sitze mit ihnen im Lokal und schon bereue ich es. Nein, nicht die Einladung, sondern meinen eigenen Vorschlag, uns, statt des üblichen offenen Weines, ein oder zwei Fläschchen zu genehmigen.
Kaum gesagt, schon steht der Ober parat und drückt mir die Weinkarte in die Hand, nach dem Motto „wer bezahlt, schafft an“. Diese Klippe umschiffe ich, indem ich den Ober bitte, mir doch bei der Auswahl behilflich zu sein, da ich unschlüssig zwischen dem Zweigelt, dem Spätburgunder oder doch dem Bordeaux schwanke (dies macht dem Ober auch gleich klar, in welcher Preisklasse ich zu trinken gedenke).
Die Wahl ist getroffen und ehe ich mich versehe, bringt der Ober nicht nur die bestellte Flasche, nein, auf einem Silbertablett hält er mir den frisch gezogenen Korken buchstäblich vor die Nase. Natürlich weiß ich, dass ich jetzt kennerhaft daran riechen sollte.
Hilfesuchend schaue ich auf meinen Freund, einem Weinschwätzer par excellence, der im privaten Umfeld aber auch jede Nuance eines Weines zu kommentieren weiß. Jetzt aber, wo er seine Expertise unter Beweis stellen könnte, lässt er mich schmählich im Stich und unterhält sich angeregt mit seiner Frau, mit seiner Frau!
Wie er mir später erklärt, hätte ich einen Korkton an dem typischen muffigen, schimmeligen, oft auch modrigen Geruch und Geschmack leicht erkennen können.
Korkton erkennt man am muffigen, schimmeligen, oft auch modrigen Geruch und Geschmack.
Toni von Viino
Ich rieche am Korken: nichts. Der Wein schmeckt nach Rotwein, also beschließe ich: „er korkt nicht“. Ein Wein mit Korkton ist wohl jedem von uns schon mal untergekommen. Ob der Korkton schon am Geruch des Korkens erkannt wird, oder erst beim ausgeschenkten Wein, oder weil ein Freund meint, „der Wein korkt“, ist unerheblich. Streiten bringt auch nichts, da die Geruchsempfindlichkeit bei uns so unterschiedlich ausgeprägt ist, dass wir nicht davon ausgehen können, alles auf gleichem Level riechen zu können. Für die einen korkt er schon, die anderen trinken in noch mit Genuss.
Tipp: Den Wein mit etwas kohlensäurehaltigen Mineralwasser verdünnen, das sollte den Korkgeruch, wenn es denn einer ist, so weit verstärken, dass jeder ihn riechen kann.
Der Korkton wird durch Zugabe von etwas kohlensäurehaltigem Mineralwasser deutlich verstärkt.
Da lobe ich mir doch die alternativen Verschlüsse, wie Schraubverschluss, Plastikkork oder Glasverschluss. Ja, ja, ist ja gut. Unser Weinschwätzerfreund fühlt sich sofort bemüßigt darüber aufzuklären, dass sehr wohl auch Weine mit besagten Verschlüssen „korken“ können. Dies kann passieren, wenn bei der Produktion der Wein mit chlorhaltigen Mitteln (Putzmittel, Desinfektionsmittel etc.) direkt oder auch nur über die Luft kontaminiert wird und dann die Ursache allen Übels entsteht, nämlich TCA (2,4,6 Trichloranisol). Wie gesagt, kann passieren, ist jedoch so extrem selten, dass dies uns normalen Genuss-Trinkern im Leben kaum unterkommen dürfte.
Auch alternative Verschlüsse können den Korkton aufweisen.
Bevor unser Weinschwätzer ausholt, um uns weiter in die Welt der Weinfehler zu entführen, noch schnell:
Der Wein korkt. Drei Möglichkeiten, damit umzugehen: wegschütten, zum Händler zurückbringen oder zum Kochen verwenden.
Wie gut können Sie riechen und Weingeruch beschreiben? Hier eine kurze Erklärung unseres Viino Experten Toni.
Viino (so wird in Italien das Wort für Wein betont) ist das Wein-Netzwerk, das Weinfreunde und Winzer verbindet. Wir sind non-profit und betreiben diesen Blog aus Freude am Wein und am Veröffentlichen. Wir, das sind Claudia Stallinger, Wein-Geniesserin, Jr. Sommerliere, italien-begeisterte Netzwerkerin, Tobias Kurig, Journalist, Technik-Experte, leidenschaftlicher Gleitschirmflieger und unser Schnappsbrenner, Maler/Fotograf und ehemaliger Weinfachhändler Toni Wallisch. Wir sind das Team hinter Viino und werden euch hier Weine, Tipps und Tricks aus der Weinwelt und vieles mehr rund ums Thema vorstellen.
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